Wenn aus Können Verantwortung wird

Annas Kolumne | Erfolgsgeschichten | Studioalltag & Prozesse

Wenn aus Können Verantwortung wird Manchmal beginnt es leise. Mit einer Frage. Mit einem Blick. Oder mit der Überraschung, wie oft Du plötzlich gefragt wirst: „Sag mal, bildest Du eigentlich auch aus?“ Inhaltsverzeichnis 1. Wenn aus Können Verantwortung wird 2. Der Weg zur echten Ausbilderin 3. Zwischen Anleitung und Vorbild – Die doppelte Verantwortung 4. […]

Wenn aus Können Verantwortung wird

Manchmal beginnt es leise. Mit einer Frage. Mit einem Blick. Oder mit der Überraschung, wie oft Du plötzlich gefragt wirst:
„Sag mal, bildest Du eigentlich auch aus?“

1. Wenn aus Können Verantwortung wird

Manchmal beginnt es leise.

Mit einer Frage. Mit einem Blick. Oder mit der Überraschung, wie oft Du plötzlich gefragt wirst: „Sag mal, bildest Du eigentlich auch aus?“

Bei mir war das so. Ich hatte meine ersten großen Räumlichkeiten – und ganz ehrlich: Von außen wirkte es vielleicht schon wie eine kleine Schule. Und dann kamen die Anfragen. Immer wieder. Doch so einfach ist das ja nicht. Man darf nicht einfach ausbilden, nur weil man Platz hat – oder Talent.

Ich wollte mein Wissen nicht einfach „so nebenbei“ weitergeben. Ich hatte es mir selbst hart erarbeitet – mit viel Zeit, vielen Fehlern und jeder Menge Investitionen. Und deshalb war für mich schnell klar: Wenn ich ausbilde, dann richtig.

Also begann ein neuer Weg. Einer, den ich so nicht geplant hatte.

Und ich merkte: Es geht nicht nur ums Wissen. Es geht ums Vertrauen. Um Verantwortung.

Plötzlich bist Du nicht mehr nur für Deinen Weg zuständig – sondern begleitest einen anderen.

Ich dachte, ich bilde aus – dabei habe ich selbst genauso viel gelernt.

2. Der Weg zur echten Ausbilderin

Als die ersten Fragen kamen, ob ich ausbilde, war ich ehrlich gesagt etwas überrumpelt. Ich hatte schöne, große Räumlichkeiten – und das ließ mein Studio wohl größer und strukturierter wirken, als ich es selbst empfand. Aber mein Wissen einfach so weiterzugeben? Ohne Grundlage, ohne Qualifikation? Das kam für mich nicht in Frage.

Ich hatte für meine eigene Ausbildung viel investiert. Zeit, Geld, Energie. Und ich wusste, dass es mehr braucht, als nur Talent, um jemand anderen wirklich professionell zu begleiten.

Also bin ich den offiziellen Weg gegangen. Ich habe zuerst meinen Trainerschein gemacht – damit ich überhaupt Zertifikate ausstellen darf. Denn ein Kurs ohne echtes Abschlusszertifikat war für mich nie eine Option. Wer bei mir lernt, soll etwas mitnehmen, das Hand und Fuß hat.

Danach habe ich die Weiterbildung an der Handwerkskammer gemacht, um offiziell ein eingetragener Ausbildungsbetrieb zu werden. Erst ab diesem Moment durfte ich auch wirklich Auszubildende in mein Studio aufnehmen – junge Menschen, die bei mir im Betrieb ihre Lehre machen und parallel die Berufsschule besuchen.

Und damit war noch nicht Schluss: Ab diesem Zeitpunkt konnte ich auch eigene Kurse und Schulungen anbieten – als freie Schule, mit selbst entwickelten Seminaren und dem passenden Zertifikat dazu.

Jeder Schritt war durchdacht. Und keiner davon war leicht. Aber genau das macht für mich gute Ausbildung aus: Klarheit. Verantwortung. Und ein echtes Fundament.

Denn Wissen ist wertvoll. Und wer es weitergibt, trägt mehr als nur den Titel „Trainerin“. Man trägt die Zukunft eines anderen Menschen mit.

3. Zwischen Anleitung und Vorbild – Die doppelte Verantwortung

Auszubilden bedeutet mehr als nur Techniken zu zeigen. Es bedeutet, präsent zu sein. Klar zu führen. Und gleichzeitig Mensch zu bleiben.

Egal ob Auszubildende, Mitarbeiterin oder Kursteilnehmerin – jede Einzelne konnte immer von meinem Wissen profitieren. Ich habe mein Wissen nie zurückgehalten. Ich habe es geteilt, erklärt, gezeigt. Und ich habe immer gehofft, dass es weitergetragen wird.

Die größte Herausforderung war aber nicht das Vermitteln – sondern das Dranbleiben. Menschen motiviert zu halten. Sie über Wochen, Monate oder Jahre hinweg daran zu erinnern, warum sie angefangen haben. Denn der Job direkt am Kunden kann anstrengend sein. Der tägliche Energieaustausch, die unterschiedlichen Befindlichkeiten, das ständige Geben – all das zehrt. Und nicht jede kommt damit gut zurecht.

Ich habe schnell gemerkt: Du kannst noch so gute Inhalte planen, wenn Du kein echtes Vorbild bist, dann erreichst Du Deine Schüler*innen nur zur Hälfte. Denn sie spüren, ob Du lebst, was Du lehrst. Ob Du selbst Deinen Weg gehst, oder nur vorgibst, ihn zu kennen.

Das war eine der größten Herausforderungen für mich: gleichzeitig Unternehmerin und Trainerin zu sein. Ich war nicht nur für meine Kundinnen da, sondern auch für Menschen, die sich auf mich verlassen haben – beruflich, menschlich, emotional.

Da war kein Raum für schlechte Laune. Kein Platz für einen „heute mal nicht“-Tag. Ich wurde zur Konstante, zur Anlaufstelle. Und manchmal auch zur Seelsorgerin.

Es gab Momente, da war ich erschöpft. Und doch habe ich funktioniert. Weil ich wusste: Mein Verhalten formt ihre Vorstellung davon, wie diese Branche funktioniert. Wie Erfolg aussieht. Wie man mit Krisen umgeht.

Diese doppelte Rolle war nicht immer leicht. Aber sie hat mich wachsen lassen. Und mir gezeigt: Wirkliche Ausbildung beginnt da, wo Fachwissen auf Haltung trifft.

Denn Du kannst vieles lehren. Aber das meiste prägt sich durchs Beobachten ein. Und deshalb musst Du nicht perfekt sein – aber Du musst ehrlich sein. Und aufrichtig. Denn das bleibt hängen.

4. Nicht jede*r ist dafür gemacht – und das ist okay

Es gibt diesen Satz, den ich lange selbst nicht sagen konnte: „Nicht jeder ist für die Selbstständigkeit gemacht.“

Früher hätte ich das nie ausgesprochen. Ich dachte, jeder kann alles schaffen – mit genug Wille, genug Arbeit, genug Disziplin. Aber die Wahrheit ist: Es gehört mehr dazu als nur der Traum vom eigenen Studio oder die Leidenschaft für Beauty.

Ich habe im Laufe der Jahre viele Frauen ausgebildet. Einige waren talentiert, feinfühlig, voller Energie. Andere hatten das große Ziel – aber nicht die Geduld für den Weg. Und dann gab es die, die wirklich alles mitbrachten… außer dem Mut, Verantwortung zu übernehmen.

Denn genau darum geht es in der Selbstständigkeit: Verantwortung. Für Dein Handeln. Für Deine Zeit. Für Dein Einkommen. Für Deine Fehler. Für Deine Entscheidungen – Tag für Tag.

Selbstständig zu sein heißt, morgens aufzustehen, auch wenn Du müde bist. Kunden zu empfangen, auch wenn Dir nicht danach ist. Klar zu kommunizieren, auch wenn es unangenehm ist. Und weiterzumachen, auch wenn alles gerade schwerfällt.

Ich habe oft versucht, meinen Ehrgeiz auf andere zu übertragen. Sie mitzureißen, anzutreiben, zu motivieren. Aber irgendwann habe ich verstanden: Ich darf ihnen zeigen, was möglich ist – aber ich kann den Weg nicht für sie gehen.

Und weißt Du was? Das ist okay.

Nicht jede will selbstständig sein. Nicht jede muss führen. Und nicht jede braucht den Druck, den diese Branche manchmal mit sich bringt.

Wichtig ist nur: ehrlich zu sich selbst zu sein.

Und den Mut zu haben, seinen eigenen Weg zu gehen – ganz egal, wie er aussieht.

5. Mein Ausbildungssystem – Vom Testlauf zum Erfolgskonzept

Ich habe lange nach einem System gesucht, das wirklich zu mir, meinem Studio und meinen Ansprüchen passt. Eines Tages kam dann diese besondere Anfrage:

„Anna, willst Du eines von 25 Studios in Deutschland, Österreich und der Schweiz sein, das ein neues Ausbildungskonzept für Kosmetikerinnen erprobt?“

Und ich dachte nur: Yes! – was für eine geile Möglichkeit.

Dieses Konzept war gemacht für Studios, die im Aufbau waren. Für Studios, denen Kunden fehlten. Oder für Unternehmerinnen, die endlich mehr Freiheit in ihrem Alltag wollten. Denn mal ehrlich: Stell Dir vor, Dein Terminkalender ist voll – und plötzlich fällst Du aus. Wer fängt Dich dann auf?

Wir haben in der Erprobung alles dokumentiert. Getrackt. Ausgewertet. Es ging nicht nur um schöne Behandlungen – sondern um klare Abläufe, um Strukturen, um Zeitmanagement. Spezielle Treatments mit fixen Timings, damit Neustarterinnen Sicherheit bekommen. Und damit man in der Ausbildung nicht nur sagt „mach mal“, sondern ganz konkret mitgibt „so geht’s“.

Für mich war es die perfekte Basis – weil ich ein klares Motto habe: „Du musst nicht alles können – aber Du musst wissen wollen.“

Egal ob es um Mitarbeiter*innen ging, die nicht zuverlässig waren, oder um Azubis, die unbedingt selbstständig werden wollten – mir war die Betreuung immer wichtig. Niemand soll allein gelassen werden, aber jeder muss Eigenverantwortung lernen.

Dieses Konzept war für mich der Beweis: Struktur ist kein Korsett – sie ist ein Sprungbrett. Und genau das wollte ich weitergeben.

7. Mein Fazit – Ausbilden heißt begleiten, nicht besitzen0

Ich habe über die Jahre so viele Wege begleitet. Manche waren geradlinig, manche voller Umwege. Manche Menschen sind geblieben, manche haben mich enttäuscht. Aber alle haben mich geprägt.

Wenn Du ausbildest, gibst Du ein Stück von Dir mit. Dein Wissen. Deine Haltung. Deine Zeit. Du investierst Dich in andere – ohne Garantie, dass etwas zurückkommt. Und trotzdem machst Du es, weil Du daran glaubst, dass aus dem, was Du gibst, etwas Wertvolles entstehen kann.

Für mich war Ausbildung nie ein Businessmodell – sondern eine Herzensaufgabe.

Ich wollte nie Menschen „formen“, sondern sie in ihrer eigenen Stärke bestärken.

Und genau das ist es, was mir geblieben ist: Nicht jede*r wurde zur perfekten Kosmetikerin. Aber viele wurden mutiger. Selbstbewusster. Freier.

Und wenn ich heute zurückblicke, weiß ich: Ich habe nicht nur Techniken vermittelt. Ich habe Lebenswege mitgestaltet. Und das ist mehr, als jedes Zertifikat ausdrücken kann.

Mehr Infos zum Thema Ausbildungsbetrieb findest Du z. B. bei der Handwerkskammer.

Wenn Du wissen willst, wie ich arbeite: mehr über Anna Simon.Alle Infos zu Ausbildung & Mentoring findest Du hier.Wenn Du starten willst: bewirb Dich für ein Gespräch.

Ausblick März – Berufung vs. Burnout

In der nächsten Ausgabe spreche ich über ein Thema, das viele leise betrifft – aber kaum jemand offen anspricht:

  • Was passiert, wenn aus Berufung plötzlich Erschöpfung wird?
  • Wie erkennst Du, wann Du Grenzen brauchst?
  • Und wie schaffst Du es, Deine Leidenschaft zu leben, ohne Dich selbst zu verlieren?

Lass uns im März gemeinsam darüber sprechen. Echt, ehrlich – wie immer.

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